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Multiversum

Die Annahme von Paralleluniversen bzw. Parallelwelten ist eine Interpretation der Quantenphysik aus dem Jahr 1957. Das erweiterte Modell der Bildung des bekannten Universums aus einer Blase eines Multiversums wurde von dem russischen Kosmologen Andrei Linde in den Jahren 1982-1986 entwickelt. Er ist Professor für Physik an der kalifornischen Stanford University und beschreibt ein Multiversum wie folgt: „Das, was wir als Universum kennen, ist in Wirklichkeit nur ein winziger Teil eines viel weiteren kosmischen Gebiets, eines unter einer Riesenzahl von Inseluniversen, die sich über ein gewaltiges kosmisches Archipel verstreuen.“

Multiversum

In diesem Multiversum wäre es denkbar, dass nebeneinander existierende Universen durch Risse in der Raumzeit "löchrig" werden. Auch wäre es möglich, dass sich zwei solcher Löcher durch einen gemeinsamen Tunnel, eine Einstein-Rosenbrücke bzw. ein Wurmloch, wieder verschließen und so eine Verbindung zwischen benachbarten Universen schaffen.

Seit der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass sich im Zentrum einer jeden Galaxie ein Schwarzes Loch befindet und das Schwarze Loch in seiner Masse und seiner Ladung proportional zur Grösse der Galaxie ist, wäre es nicht verwunderlich, wenn unzählig viele Wurmlöcher in unserem Universum existieren würden.

© Dagmar Kuntz, 1998-2026